Die Mehrzahl der Berichte auf diesen Seiten wurden der Chronik anlässlich der Markterhebung der Gemeinde Grafenbach-St. Valentin entnommen, welche von Bgm. a. D. Paul Kögler im Jahre 1997 zusammengetragen und verfasst wurde - und im Gemeindeamt erworben werden kann. 1966 erfolgte eine freiwillige Zusammenlegung der Gemeinden Grafenbach (mit dem Ortsteil Göttschach) und St. Valentin - Landschach und im April 1972 eine weitere (vom Amt der NÖ Landesregierung angeordnete) Zusammenlegung mit Penk und Oberdanegg. 1994 wurde unserer Gemeinde das Gemeindewappen verliehen - und 1997 wurde sie zur Marktgemeinde erhoben.

Einwohnerzahl: stand per 27.04.2016    -    2.263
Nebenwohnsitz:                                   -       314

Fläche:                                                13,92 km²
Seehöhe: Gemeindeamt                              429 m
                Göttschach (Kapelle)                    510 m
                St.Valentin Kirche -
                Haupteingang                           423,7 m
                höchste Stelle der Gemeinde        670 m

Mehr Informationen zu den ehemals selbständigen Gemeinden finden Sie unter den jeweiligen Einzelseiten.

Geschichte - Grafenbach

Ortsgeschichte (Auszug aus der Chronik)

Am 22. August 1147 wird der Name Grafenbach erstmals urkundlich erwähnt und zwar in einer Tauschurkunde des Stiftes Rein in der Ost-Steiermark. Das Stift erwarb einen Bauernhof mit Grundbesitz - einen Gutshof. Über den Namen Grafenbach wird folgendes berichtet: Ursprünglich bedeutet Grafenbach - auch Gravenbach und Grabenbach genannt - der graue Bach. Früher waren v und u gleichbedeutend, daher statt Gravenbach auch Grauenbach. Graf bedeutet - der Graue, grawi - graue, grauer Bach - auch lehmiger Bach, Leimnitz (slawisch) = lehmiger Bach.

grafenbach klGrafenbach ist also gleichbedeutend mit Leimnitz und bedeutet ursprünglich eben Bach und nicht wie später und heute die Anhöhe (Leimnitz). Der graue Bach - Grafenbach - ist immer ein Wildbach gewesen und es gibt Berichte über Vermurungen und erhebliche Schäden an Gärten, Häusern und Fluren, sowie auch am Ortsplatz. 1831 gibt es in Grafenbach 27 Häuser mit 187 Einwohnern, 43 Familien mit 86 weiblichen und 85 männlichen Bewohnern, sowie 16 Kindern. Sie bewirtschaften ganze, halbe und Viertelhöfe. Viehbestand: 38 Kühe, 36 Zugochsen, 35 Schafe verteilen sich auf die Gehöfte; diese gehörten nach Kranichberg, Kirchberg, Freistritz, Schwarzau und Pottschach.

Ortsobrigkeit ist die Herrschaft Kranichberg. Dorthin und auch nach Steyersberg sind die Abgaben (Zehent und Robot) zu leisten und zwar vermutlich bis zur Einführung der konstitutionellen (verfassungsrechtlichen) Monarchie etwas Mitte des 19. Jhdt., als die ersten Aktivitäten zu selbständigen Verwaltungskörpern (Gemeinden) feststellbar sind.

1909/10 wird das Bachbett reguliert und mehrere Stauanlagen errichtet, auch für Wasservorräte bei Bränden.

Geschichte - St. Valentin-Landschach

Ortsgeschichte (Auszug aus der Chronik)

Wenn wir nach dem Alter einer Ortschaft fragen und Ermittlungen anstellen, so kann man aus Orts- und Flurnamen oder der Siedlungsform manche Schlüsse ziehen. Betrachten wir die Siedlungsform von Landschach, so sehen wir, dass es sich um ein "Gassengruppendorf" handelt und somit nicht zu den ältesten Siedlungsformen gehört. Es gibt über die Entstehung des Ortsnamens zwei Varianten:

valentin klNach Prof. Fritz Bode bedeutet "Schachen" kleiner Wald, Land, im Sinne von Gegend, eventuell auch freier Platz oder freie Fläche. Der Ortsname Landschach würde demnach bedeuten: kleine Waldfläche oder kleine Waldgegend. Variante zwei: Dir. Gustav Ehrenböck leitet den Namen von Leischen = Ache ab (Leintschach = Landschach). Wir wissen, dass Landschach in einer Reihe mit anderen Ortschaften steht, die bereits um das Jahr 1100 erwähnt werden und können die Entstehung des Ortes in etwa diese Zeit einordnen. Eine exakte erstmalige urkundliche Erwähnung gibt es aber nicht.

Für den Ort St. Valentin haben wir genaue Angaben aus der Kirchengeschichte (Kapellenbau um 1200). Die Namen beider Ortschaften machten verschiedene Veränderungen durch: aus Luntschach wird Laindtschach und später Landschach. St. Valentin wieder wird Sanndt Valtein und Sannt Vallten geschrieben. Später wird St. Valentin auch als "St. Valentin am Forst" bezeichnet.

Ursprünglich dürfte Landschach größer als St. Valentin gewesen sein. Später gewinnt St. Valentin immer mehr an Bedeutung, wohl deshalb, weil die Kirche hier erbaut wird, und weil der Klerus im öffentlichen Leben eine herausragende Rolle gespielt hat. Obwohl es sich um zwei getrennte Ortschaften handelt, die auch heute noch nicht ganz zusammengewachsen sind, findet man gegen Ende des 18. Jhdt. gelegentlich schon den Ortsnamen St.Valentin-Landschach.

Über die Jahrhunderte hinweg hält sich auch der Name "St. Valentin Zerstreut". Das ist das Gebiet am Kienberg, wo verschiedene Rotten und Häuser diese Sammelbezeichnung tragen. Sie gehören zum Sprengel der Kirche St. Valentin und mit dieser zur Pfarre St. Laurenzen. Als im Jahre 1784 St. Valentin eine eigene Pfarre wird, kommt St. Valentin zerstreut zur neu errichteten Pfarre Haßbach.

Im Jahre 1420 werden die ersten Bauern aus Luntschach (Landschach) namentlich genannt. Aus dem Heft für Landeskunde, Jg. 1885, entnehmen wir Namen wie Nicla Leamin, Lacoben Reisner, Jekel Reysner, Nicolas der Schaffer, Hainrich der Chrug, Hainczel der Weizz, Niclas Pidermann, Hansen des Graffen, Hans Taller, allesamt Landwirte, die zueinander Anrainer gewesen sind. Die Bauern sind zu dieser Zeit Lehener gewesen, d.h. Zinsbauern. Die Errechnung des Zinses erfolgt durch eine Aufstellung des Schätzwertes der bäuerlichen Besitzungen (Lehen) .

Die Orte St. Valentin, Landschach und Penk schließen sich zu einer Ortsgemeinde zusammen und am 8. August 1850 wird Peter Johann, ehemaliger Ortsrichter zum ersten Bürgermeister in der neuen Gemeinde gewählt. Zur Person des Ortsrichters geben uns Aufzeichnungen Auskunft, dass im Jahre 1831 der Gastwirt und Fuhrwerksbesitzer Peter Johann (Hanslwirt) zum Ortsrichter gewählt wurde. Er selbst schreibt damals: "1831 bin ich von der ganzen Gemeinde als Richter und Ausgezeichneter gewählt worden und bin 15 Jahre Richter gewesen, habe der Gemeinde keinen Kreuzer angerechnet, sondern alle Gänge unentgeltlich verrichtet".

Die Wasserversorgung der Bevölkerung scheint nach dem heutigen Stand der Entwicklung zwar nicht hygienisch, dafür aber einfacher gelöst: "Das Wasser aus dem Fuxgraben läuft durch den Ort St.Valentin-Landschach, das Wasser muss ungehindert bleiben und keins darf weggeleitet werden. In das Wasser soll kein Geflügel, Gänse oder Enten hineingelassen werden, das ist streng verboten, weil es die Leut zum Trinken und Kochen brauchen, und das Vieh muss auch davon trinken. Wenn das nicht eingehalten wird, so ist darauf eine 30 Kreuzer-Straf' zu entrichten."

Die Bevölkerung besteht, wie erwähnt, durchwegs aus Bauern, die ein karges Leben führen. Sie betreiben Viehzucht, Körnerbau und auch Weinbau. Die Häuser sind Dreiseithöfe oder Hackenhöfe mit fränkischem Einschlag. Die Dächer sind mit Schindeln oder Stroh gedeckt. Aus dieser Zeit ist bekannt, dass der Ort aus 32 Häusern besteht, welche 74 Familien beherbergen, davon 100 männliche und 95 weibliche Bewohner. 48 Kinder gehen in die alte Schule. Der Viehbestand beträgt 6 Pferde, 60 Zugochsen, 40 Kühe, 50 Schafe, 20 Ziegen und 70 Schweine. Der Wein weist keine besondere Güte auf, er schmeckt sehr sauer.

Durch die Errichtung von Großbetrieben (Ternitz und Wimpassing) noch im vorigen Jahrhundert, nimmt die Industrialisierung ihren Lauf, und immer neue Arbeitskräfte, die nach Möglichkeit in der Nähe ihrer Arbeitsstätte wohnen wollen, kommen in unser Gebiet. Die Bevölkerung nimmt zu, und die Strukturen werden allmählich grundlegend verändert.

Von 1870 bis ungefähr um das Jahr 1900 sind in Landschach zumindest teilweise drei Ziegelöfen in Betrieb. Der Lehm wird mit Wasser geknetet, die Masse in Formen gefüllt und im Freien luftgetrocknet. Sind genug Ziegel gemacht, man sprach von "geschlagen", und haben sie genug Festigkeit, so werden sie durch drei Heizöffnungen, welche sich in Bodenhöhe befinden, in den Ofen eingeführt (einschieben). Das Brennen erfolgt mit Holz. Als um die Jahrhundertwende die Wienerberger die Erzeugung zu wesentlich niedrigeren Preisen aufnahmen, muss man den Betrieb stilllegen.

Am 26. September 1920 tritt die schon lang gewünschte Lostrennung der Katastralgemeinde Penk von der Ortsgemeinde St.Valentin-Landschach in Kraft. Von diesem Tage an ist Penk eine eigene Gemeinde. 1920 wird der elektrische Strom in unserem Ort eingeleitet.


Geschichte - Göttschach

Ortsgeschichte (Auszug aus der Chronik)

goettschach klMan nimmt an, dass der Ort aus der Slawenzeit stammt. Der Name Göttschach kann von gotca = Anhähe abgeleitet werden. Im Dorf steht eine kleine Kapelle. Sie war ursprünglich aus Holz gebaut und wurde 1924 mit Ziegeln neu errichtet und 1988 neu renoviert.

1939 zählte Göttschach 13 Häuser, 1997 sind es bereits 44. Von sechs Bauern bewirtschaftet 1997 nur mehr einer seinen Hof. Die Bewirtschaftung der Höfe, die bis dahin schon im Nebengewerbe geführt wurde, rentiert sich nicht mehr, teils durch Grundeinbußen beim Bau der Semmeringschnellstrasse, teils durch globale wirtschaftliche Veränderungen. Die Gründe werden verpachtet.

Göttschach hatte von 1930 bis 1982 eine eigene Wasserleitung, danach wird der Ort an den Wasserleitungsverband Ternitz angeschlossen.

Ortsgeschichte (Auszug aus der Chronik)

Früher Taenich = waldiger Abhang; Einer historischen Betrachtung der Orte im Bezirk um das Jahr 1830 ist über den Ort "Ober-Tanegg" folgendes wörtlich zu entnehmen:

danegg kl"Ober-Tanegg" ist ein Dorf von 18 Häusern, unfern von Neunkirchen gelegen, welches der nächste Postort ist. Der Ort gehört mit Schule und Pfarre nach St. Valentin und zum Landgericht Wr. Neustadt. Grundschaften, welche hier steuerpflichtige Untertanen haben, sind Kranichberg, Feistritz, Stixenstein, die Pfarre St. Egyden und Steyersberg, wobei letztere zugleich auch Orts- und Konskriptionsobrigkeit ist. In 18 Familienleben 47 männliche, 45 weibliche Personen und 6 Schulkinder, welche einen Viehbestand von 2 Pferden, 24 Zugochsen, 25 Kühen, 37 Schafen, 2 Ziegen und 32 Schweinen besitzen.

Die Bewohner sind Landbauern, die sich mit Feldbau und einer nur zu ihrem Bedarf hinreichenden Viehzucht beschäftigen. Von ihren mittelmäßigen Gründen erhalten sie Weizen, Gerste, gemischte Frucht und sehr wenig Obst. Weingärten besitzen sie gar keine. Die Zweige der Landwirtschaft können hier wirklich ärmlich genannt werden, daher auch der Landmannes dürftige Existenz. Nicht erfreulich ist das Dorf selbst, welches aus schlecht gebauten, mit Stroh bedeckten Häusern besteht.

Die Lage davon ist ganz flach, der Ort zusammen gebaut und liegt zwischen Landschach und Diepolz, eine Stunde vom Markte Neunkirchen entfernt. Die nächsten nah dabei liegenden Ortschaften sind Wartmannstetten, Straßhof, Weibnitz, St. Valentin und Penk. Die hiesige Gegend hat noch nicht das Schöne und Malerische wie die weiter rückwärts liegenden Orte, doch aber sind Klima und Wasser gut. Alle hier umher liegenden Waldungen befinden sich in der Fläche, sie haben keine große Ausdehnung und die Jagd besteht nur in Rehen und Hasen. Ober- und Unterdanegg sind sehr alt und dürften den Namen von den hiesigen Tannenwäldern erhalten haben, wo an einer Waldecke die Ortschaften angelegt wurden, daher eigentlich "Taneck" (nicht Tanegg).

Geschichtliche Begebnisse oder andere bemerkenswerte Gegenstände, Flüsse, Bäche, Mühlen oder Fabriken gibt es keine."
(Aus "Neunkirchner Bezirk um 1830" von Schweikhart, Ritter von Sickingen)

Ortsgeschichte (Auszug aus der Chronik)

Man kann Historisches über Penk nicht wiedergeben, ohne dabei auch die Gemeinde Altendorf in die Betrachtung miteinzubeziehen. Beide Orte sind sehr alt und es ist nicht zu ergründen, zu welcher Zeit sie entstanden sind, und wer die ersten Ansiedler waren. Altendorf wird erstmals urkundlich etwa um 1280 erwähnt, während Penk erst 1343 in einer Urkunde namentlich aufscheint. Die Gründung dürfte aber entschieden früher als die erstmalige urkundliche Erwähnung erfolgt sein. Man wird kaum fehlgehen, wenn man die Jahrtausendwende als erste Besiedlungszeit vermutet.

Beide Orte liegen auf einem Höhenzug in einem Abstand von einem Kilometer. Einwohnermäßig und der Zahl der Häuser nach ist Penk der größte Ort, flächenmäßig ist es Altendorf. Der Ortsname Penk ist nicht leicht erklärbar. Im Volksmund erzählt man, dass der Name Penk sich ableitet von Bänk, also die Raststelle bei den Bänken - d`Bänk. Zwar führte ein alter Handelsweg (vermutlich ein Weinweg der Römer) über Altendorf Richtung Süden, aber dieser Weg führte an Penk vorbei, so dass dieser Umstand mit dem Rasten in Penk kaum in Zusammenhang gebracht werden kann. Möglich wäre es, dass dem Namen Penk die Bedeutung von "Bann" im Sinne von Verbot zukommt. Die Entstehung ist nicht belegt und liegt im Dunkeln.

penk klInteressanter, weil viel älter, ist der sogenannte "Entweg", der in einer Höhe von ca. 530 m Seehöhe am Abhang gegen das Schwarzatal durch die Wälder führte. Die besondere Eigenschaft dieses Weges und aller Entwege besteht darin, dass er nahezu horizontal verläuft und mit einer Steigung oder Gefälle von maximal nur einem Grad Gräben und Täler überquert. Entsprechende ausgleichende Abgrabungen und Aufschüttungen ermöglichten ein leichtes Vorwärtskommen auf dieser horizontalen Wegesführung und zeugen von hohem Wissen und Geschick des Wegebaues. Es dürfte sich bei einem "Entweg" zweiffellos um einen Römerweg handeln, wie sie auch in Pitten, Haßbach und Feistritztal entdeckt werden konnten. Der Weg hieß: gigantea via - Riesenweg.

Ein Urbar (Grundbuch) weist Penk als Sitz eines Amtsmannes der Kranichberger Grundherrschaft aus. Zur Amtsmannschaft Penk gehörten aber auch andere zur Herrschaft Kranichberg gehörende Besitzungen in Loitzmannsdorf, Landschach, Schönstadl, Oberdanegg, Grafenbach und anderen umliegenden Dörfern und selbst weiter entfernt gelegene Orte wie Sautern, Pitten, Ofenbach und Prein, um nur einige Dörfer zu nennen. Insgesamt waren 79 Höfe in 28 Ortschaften der Grundherrschaft Kranichberg untertan und zur Abgabeleistung verpflichtet. Daraus ist ersichtlich, dass Penk als Amtssitz von Kranichberg eine bedeutende Rolle zukam. Ein Verzeichnis des Amtes Neunkirchen aus dem Jahre 1571 registriert allein in Penk und unmittelbarer Umgebung 17 Höfe, die Ungeld (=landesfürstliche Getränkesteuer) an das Schloss Kranichberg zu entrichten hatten. Die Eigentümerin der Grundherrschaft Kranichberg war damals Gräfin Maria Constantia zu Lamberg. Um das Jahr 1750 gab es in Penk 16 Bauernhäuser, 1830 gab es deren 18, 1900 waren es 34, 1950: 46 und 1973: 65 Häuser. Der Amtsmann zu Penk hielt einmal im Jahr ein "Taiding" ab, darunter versteht man eine Versammlung (Tagung), bei der die Pflichten und Rechte der Untertanen gegenüber der Grundherrschaft in Erinnerung gebracht worden sind. Jedermann war verpflichtet, pünktlich zu erscheinen.

Im "Pantaiding (Gerichtstag) zu Paeunck" aus dem 16. Jhdt. sind verschiedene interessante Vorschriften und Strafbestimmungen enthalten. Darin war z.B. die Zeit der Aussaat im Herbst und Frühling, der Viehtrieb, die Jagd, die Waldnutzung und Einfriedungen genau geregelt und vorgeschrieben. Es gab auch Strafbestimmungen, die uns heute seltsam anmuten und uns zum Schmunzeln bringen. So braucht z.B. ein Hauswirt, der einen "Loser am Fenster" ersticht, den Leichnam nur aus dem Bereich der Dachtropfen ziehen, drei Pfennig auf den Toten legen und schon war die Tat gebüßt.

Über böse, scheltende und raufende Weiber wurde eine Strafe von sechs Schilling, zwei Pfennig verhängt. In besonderen Fällen wurden sie zu einem Sühnegang mit einem schweren "Pagstein" um den Hals verurteilt. Dieses Urteil wurde aber in Neunkirchen am Marktplatz öffentlich vollzogen. Ein "schädlich Mann" (Verbrecher) musste dem Richter von Neunkirchen übergeben werden. Jedermann war verpflichtet, bei der Ergreifung mitzuhelfen. Die Übergabe erfolgte beim Danegger Kreuz. Der Richter von Neunkirchen (Landgericht) musste zeitgerecht verständigt werden und war verpflichtet, den "schädlich Mann" zur vereinbarten Zeit abzuholen. Versäumte er dies, so wurde der Delinquent mit drei "Rickhalmen" (Strohhalmen) gebunden und sich selbst überlassen, d.h., er war auf Nimmerwiedersehen verschwunden. Der Richter aber war für die Folgen dieses Versäumnisses der Herrschaft Kranichberg verantwortlich.

Neunkirchen hatte schon im 13 Jhdt. eine Landgerichtsbarkeit, doch war diese gewissen Einschränkungen unterworfen. Der Landrichter hatte nicht das Recht, sogenannte "Malefizpersonen" (Schwerverbrecher) hinrichten zu lassen. Diese wurden nach Wr. Neustadt überstellt und wurden dort im Falle der Verweigerung eines Geständnisses für ihre Untat einer "peinlichen Befragung" (Folter) unterworfen. Freilich bleibt dahingestellt, ob diese Art der Vernehmung immer die Wahrheit ans Tageslicht brachte. Die Folter selbst erfolgte in der Art, dass man Ungeständige vorerst die Folterinstrumente gezeigt wurden. Dann erfolgte die Anschraubung des Daumenstockes, der spanische Stiefel, die scharfe Binde, letztlich das Aufziehen mit dem Reckseil. Nach dem derart erpressten Geständnis erfolgte die Verurteilung und Hinrichtung, die stets öffentlich abgehalten wurde. Je nach Schwere der Schuld, wurde der Verurteilte am Galgen erhängt, enthauptet, gevierteilt oder an das Rad geflochten, um nur die häufigst praktizierten Hinrichtungsarten zu nennen. Frauen wurden fast immer am Scheiterhaufen verbrannt.

Wieder zurück zur Ortsgeschichte: Penk und Altendorf gehörten seit jeher mit Schule und Pfarre nach St. Valentin. 1784 wurden die Streusiedlungen Lichtenau, Kienberg und das Gebiet Schachen, Linden und Feld (St. Valentin Zerstreut) an die neue Pfarre Haßbach abgetreten und dafür unter anderem Loitzmannsdorf von der Pfarre Gloggnitz an die Pfarre St. Valentin abgetreten.

Im Jahre 1880 spricht die Topografie (Beschreibung der Bodenformen, Gewässer, Siedlungen, Verkehrswege und andere Gegebenheiten eines Gebietes) im Bereich von Oberdanegg von einer "verwahrlosten Straße", die von Neunkirchen kommend, durch den "Dürren Graben", vorbei an Oberdanegg auf die Höhen von Penk und Altendort führt.

Aufgrund der langen und beschwerlichen Wege in diesem Siedlungsraum, errichteten die Menschen eigene Kapellen in den entlegenen Ortschaften, in denen aber oft auch nur einmal im Jahr, wenn überhaupt, am Kirtag Gottesdienst gehalten wurde. Die wichtigste dieser Kapellen war die sagenumwogene Kapelle am Forst mit der holzgeschnitzten Marienstatue, eine Kopie der Mariazeller Muttergottes. Der Sage nach wurde diese Kapelle - wie auch ein nahgelegenes Jagdschloss - von einfallenden Kuruzen zerstört, (Die Kuruzen waren zuerst (1514) Kreuzfahrer, dann zum Aufstand vereinigte, habsburgrfeindliche ungarische Bauern, unter der Führung von Georg Dozsa. Im 17 Jhdt. waren die Kuruzen die Anhänger des Grafen Emmerich Thököly und Franz Rakoczis. Ihre Kämpfe werden Kuruzenkriege genannt.).

Die Marienstatue aber blieb unversehrt, wurde in die Pfarrkirche nach St. Valentin gebracht, wo sie in der Marienkapelle Ziel unzähliger Wallfahrten wurde. Das verehrte Marienbild befand sich vorübergehend in einer Vitrine oberhalb der Einfahrt zum Pfarrhof. Wegen der Gefahr des Diebstahls wurde das Original aber wieder in der Kirche aufgestellt.

Die Kapelle zu Penk ist dem Heiligen Vitus und dem Heiligen Oswald gewidmet, ein sehenswertes Fresko, geschaffen 1963 von Prof. Wimmer, ziert die Außenwand der Kapelle. Es zeigt Darstellung aus dem Leben der Schutzheiligen und einen zeitgemäßen Totentanz. Inzwischen wurde in Penk ein moderner und schöner Kirchenbau errichtet, betreut von der Pfarre St. Valentin.

Bis in das 19. Jhdt. lebten in Penk überwiegend Bauern. Andere Berufe waren eher unbekannt. Im Jahre 1420 wird lediglich ein Gastwirt und ein Schuster erwähnt. 1895 wird die Forststraße gebaut, wodurch Penk in das Verkehrsnetz eingebunden wird. Ab 1850 wurden die ersten Gemeindeverwaltungen gegründet, vorerst aber blieb Penk eine Kastralgemeinde von St. Valentin, wo der Gastwirt Peter Johann Bürgermeister war. Erst 1920 wurde Penk eine eigene selbstständige Gemeinde. Der erste Bürgermeister in Penk war Martin Mohr. Die beiden Weltkriege erlebten die Bewohner entbehrungsreich, aber auch die Zwischenkriegszeit und die Zeit nach 1945 brachte Penk viel Not, Leid und Verluste. Später aber, etwa ab Mitte der 50-iger Jahre, begann ein bedeutender wirtschaftlicher und gesellschaftspolitischer Aufschwung. Dem Fremdenverkehr kam eine bedeutende Rolle zu.

1972 wird im Zuge der großen Gemeindezusammenlegung in NÖ, Penk zusammen mit der Gemeinde Oberdanegg an die größere Gemeinde Grafenbach - St. Valentin angeschlossen. Diese politische Entscheidung der Landesregierung fand nicht ungeteilte Zustimmung, zumal die kleinere Nachbargemeinde Altendorf weiterhin selbstständig blieb. Sehr bald aber verflachte alle Skepsis auf Seiten der Penker Bevölkerung und es konnte Einigkeit und Verträglichkeit festgestellt werden. 1976 wurde die Volksschule stillgelegt, die Kinder in der vierklassigen Volksschule in Grafenbach - St. Valentin eingeschult. Ein Schulbus sorgte für einen geregelten Schülertransport.

In den Jahren 1987 - 1989 wurde Penk als einer der ersten Orte auf diesem Höhenzug an das zentrale Kanalsystem Ternitz angeschlossen.

Die Geschichte der Volksschule in Penk

Bis zum Jahre 1889 besuchten die Kinder von Penk und Altendorf die Volksschule in St. Valentin. Der Schulweg war 8 km hin und zurück und im Winter oft unbegehbar. Dieser Umstand und auch die hohe Schülerzahl (über 60) bewirkten, dass zunächst eine Expositurschule in Penk errichtet wurde. Diese war einklassig und gehörte neun Jahre zur Volksschule in St. Valentin.

Auf Ersuchen der Bevölkerung von Penk und Altendorf im Oktober 1897 an den Ortsschulrat wurde die Notwendigkeit zur Führung einer eigenen Schule in Penk anerkannt. Der Ortsschulrat setzte sich damals aus folgenden Personen zusammen: Pfarrer Karl Rott, Oberlehrer Franz Philipp, Bgm. Johann Dorfstätter aus Landschach, Bgm. Leopold Ramser aus Altendorf, Josef Kraus aus Penk, Josef Spies aus Altendorf und Anton Bindtner aus Penk.

Es wurde für den Schulbau das Haus Penk Nr. 1 samt Grundstück angekauft. Am 31. Mai 1898 wurde der Bauauftrag um 5.091 Florin an Zimmermeister Lorenz Reis aus Wartmannstetten vergeben. Bereits im September 1898 war die Schule nahezu fertiggestellt, jedoch gab es Streitigkeiten bezüglich der Kostenaufteilung zwischen den Gemeinden, sodass die feierliche Einweihung und Inbetriebnahme erst im Herbst 1899 erfolgen konnte. Im Jänner 1902 wurde das Dach durch einen heftigen Sturm zum Großteil abgedeckt. Im Schuljahr 1904 wurde die ungeteilte Schule in eine einklassige geteilte Schule umgewandelt, das heißt, dass in der einklassigen achtstufigen Volksschule in 2 mal Stufen unterrichtet wurde (1. - 4. Schulstufe und 5. - 8. Schulstufe). In diesem Schuljahr gab es eine Mumps- und Masernepidemie, die den Unterricht sehr beeinträchtigte. 1905 spendete der neu gegründete Männergesangsverein "Eiche" den Reingewinn eines Volksfestes der Schule zum Ankauf von Lehrmittel. 1907 wurden von Penk und Altendorf Schritte eingeleitet, um die Schule in Penk in eine selbstständige Schule umzuwandeln und von der Abhängigkeit einer Filialschule loszulösen. Seitens der Bittsteller wurde die Vermutung geäußert, dass bei den notwendigen Anschaffungen für die Filialschule in Penk eine auffallende Sparsamkeit spürbar sei.

In der Sitzung vom 18. Mai 1907 erklärte sich der Ortsschulrat bereit, dem Begehren der Penker und Altendorfer zu entsprechen und die Außenstelle Penk in eine selbstständige Schule mit eigenem Schulsprengel umzuwandeln. Daraufhin gab es schwierige Verhandlungen zwischen den Gemeinden über Zahlungsbedingungen, Entschädigungen und Eigentumsrechte, jedoch im Mai 1908 kam vom Landesschulrat der Erlass über die Genehmigung und somit hatten Penk und Altendorf ihre eigene Schule.

Bis zur Konstituierung eines Ortsschulrates (OSR) für den neuen Schulsprengel Penk führte der bisherige OSR die Geschäfte weiter. Ebenso blieb Oberlehrer Franz Philipp, bis zur Bestellung eines definitiven Schulleiters, weiterhin provisorischer Leiter der Schule in Penk. Im Frühjahr 1909 wurden von der Gemeindevertretung St. Valentin - Landschach) bzw. von der Gemeinde Altendorf die Mitglieder des neuen Ortsschulrates Penk gewählt.

1911 wird die Stützmauer im Vorgarten errichtet. 1913 wird der Turnhof eingeebnet und ins Niveau gebracht. 1920/21 werden die Kinder aus Loitzmannsdorf in Penk eingeschult. 1924 wird Schulleiter Schaffer zum Oberlehrer ernannt und nach Wimpassing versetzt. Danach unterrichtet bis 20. Feber 1924 Lehrer Franz Hödl, dann kurzfristig bis März Franz Reidinger und hierauf Leopold Baumruck bis 1939. 1935 findet eine Gedenkfeier für den langjährigen Leiter der Schule OL Dir. Karl Schaffer statt. Am 28. Juni 1936 inspiziert seine Eminenz Kardinal Theodor Innitzer den Religionsunterricht und 1937 übernimmt OL Hans Birkmayer den Unterricht. Ein Umbau im Inneren des Schulhauses und die Installation eines WC mit Wasserspülung in der Schulleiterwohnung wird 1938 in Angriff genommen und 1943 werden neue Schulbänke, ein Lehrmittelkasten und Bilderrahmen angeschafft.

Am 23.5.1945 nach Ende des II. Weltkrieges konnte der regelmäßige Unterricht wieder aufgenommen werden, nachdem seit den Osterferien am 29. März durch den Einmarsch der Roten Armee und den Ereignissen zu Kriegsende ein geordneter Schulbetrieb nicht möglich war. Zu der Zeit war beim Schuleingang eine Tafel angebracht mit der Aufschrift in russisch "Skola" (Schule). Wenige Jahre vor der Stillegung wurde noch 1964/65 ein Zubau mit Kosten von ca. S 1,2 Mio. errichtet (der heutige Musikschulraum und der Vorraum).

1976 erfolgte nach der Gemeindezusammenlegung von 1972 die Schließung der Schule und die Einschulung der Kinder aus Penk in die Volksschule nach Grafenbach - St. Valentin. Das Schulhaus wurde den Ortsvereinen zur Benützung zur Verfügung gestellt, die Lehrerwohnung blieb bestehen. Ein Raum wurde als Verkaufsraum für die Nahversorgung mit Lebensmittel vorerst für den Kaufmann Wagner aus Haßbach, später für den gleichen Zweck dem Kaufhaus Strubreiter aus Wimpassing überlassen.

Koegler003Liebe GemeindebürgerInnen!

Gerne stehe ich Ihnen als Bürgermeisterin auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

Ich darf Sie um zeitgerechte kurze telefonische Voranmeldung bei Frau Dorfstetter bitten.

Auch können Sie mir jederzeit ein e-mail schreiben unter buergermeister(at)grafenbach(.)at.

Sylvia Kögler



Trennen Sie bitte den Sperrmüll sorgfältig in folgende 4 Gruppen, da er sonst nicht entsorgt wird.

1)    UNBEHANDELTES HOLZ

2)    BEHANDELTES HOLZ
z. B. Rohspannplatten und oberflächenbehandeltes Holz
Möbel aus Holz (zerlegt und ohne Beschläge)
Fenster und Türen (ohne Glas und Beschläge) usw.

3)    EISENSPERRMÜLL
Eisenzäune, Ölofen (ohne Öl) usw.
Metalldachrinnen und Eisenrohre (max. 2,5m lang)

4)    SONSTIGER SPERRMÜLL
Matratzen, Polstermöbel, Teppiche usw.

BITTE BEACHTEN SIE:

⦁    Autoreifen und Eternit müssen selbst entsorgt werden
⦁    Kleinteile gehören in die grüne Tonne
⦁    Papier und Kartons gehören in die Papiertonne
⦁    Für Kleidung steht ein Kleidercontainer beim Gemeindeamt

Diese Sachen werden somit nicht mitgenommen.

Bei größeren Mengen, die Haushaltsmengen übersteigen, wird ein Unkostenbeitrag von € 100,- eingehoben!

Falls Sie noch Fragen haben, sind wir gerne bereit zu helfen.

NEU FÜR:
Wohnhäuser in der Kirchengasse 189 und Bundesstraße 5, Laternengasse, Neubaugasse, St. Valentiner Straße und Forstgasse.
Hier findet die Sperrmüllentsorgung am Donnerstag, dem 6. April 2017 in der Zeit von 6 – 15 Uhr statt. Bitte stellen Sie Ihren Sperrmüll an diesem Tag vor 6 Uhr vor Ihr Grundstück bzw. bei den Wohnhäusern Kirchengasse 189 und Bundesstraße 5 in den Innenhof.

Der Sperrmüll wird straßenweise entsorgt. Stellen Sie Ihren Sperrmüll bereits vor 6 Uhr am Entsorgungstag vor Ihr Grundstück, da nur einmal durchgefahren wird.


ES WIRD STRASSENWEISE ENTSORGT UND ZWAR:

MONTAG, DEN 10. April 2017
(1. Tag)
Grafenbach: Bergsiedlung, Ernst Gruberstraße, Rosenweg, Karl Albrechtgasse, Teichgasse, Stieglweg, Göttschach, Ganabach, Wassergasse und Bundesstraße in Grafenbach.

DIENSTAG, DEN 11. April 2017
(2. Tag )
Grafenbach nördlich der B17: Austraße, Untere Grenzgasse, Feldgasse, Schwarzastraße, Brunnengasse, Aurieglgasse, R. Rottensteinerstraße, Gartengasse, Schöpfwerkstraße, Sonnweg, Blumengasse, Wiesengasse, Philharmonikergasse und Dammstraße, Bogengasse und Bundesstraße in St. Valentin.

MITTWOCH, DEN 12. April 2017
(3. Tag)
St. Valentin und Schulstraße: Schulstraße, Bärentalgasse, Obere Grenzgasse, Kirchengasse, Grabengasse, Zwischengasse, Hauptstraße bis Nr. 17 und Landschach.

DONNERSTAG, DEN 13. April 2017
(4. Tag)
Oberdanegg und Penk.


ACHTUNG:

Kühlgeräte, Gefrierschränke, Fernsehgeräte und PC-Bildschirmgeräte, und andere Elektrogeräte, werden am Donnerstag, dem 20. April 2017, ab 7 Uhr abgeholt. Bitte die Geräte unbedingt vor 7 Uhr vor Ihr Grundstück stellen.
Es ist keine telefonische Anmeldung hierfür notwendig.

SONDERMÜLLENTSORGUNG

Abgabe von Sondermüll = Problemstoffe aus Haushalten am Mittwoch, den 19. April 2017, von 10-17 Uhr im neuen Bauhof der Gemeinde, Ernst Gruber-Straße 39a.

Wie schon mehrmals hingewiesen, müssen wir uns an die vom Land festgelegten Mengennormen halten (Haushaltsmenge = 1 ½ kg Sondermüll pro Person im Haushalt). Diese Mengen werden kostenlos übernommen.

SONDERMÜLL: z.B. Farben, Lacke, Anstriche, Verdünnung, Unkrautvertilgungsmittel, Chemikalien, Reinigungsmittel.

Medikamente werden kostenlos übernommen. Wir bitten jedoch, Injektionsnadeln zu deklarieren und so zu verpacken, dass sich niemand verletzen kann.

Kleinbatterien und Knopfzellen werden ebenfalls kostenlos übernommen.

KFZ-Batterien geben Sie bitte beim Kauf einer neuen Batterie zurück - es besteht Rücknahmepflicht!

Bei Alt-Motoröl nutzen Sie bitte Ihr kostenloses Rückgaberecht beim Neukauf von Motoröl!

Leuchtstofflampen – Leuchtstoffröhren. Nutzen Sie auch hier das Rückgaberecht beim Neukauf!

Für alle Mengen, die die Haushaltsmengen überschreiten, müssen wir den von der Grünen Tonne vorgeschriebenen Preis verlangen. Dieser ist bei der Übergabe zu bezahlen (siehe Aushang am Bauhof).

BITTE HALTEN SIE DIE ABGABEZEITEN EIN (10 – 17 Uhr)!

Lagerung vor und nach dem Abgabetermin beim Bauhof der Gemeinde ist strengstens verboten!

Die „Entsorgung“ durch Sperrmüllsammler ist strafbar!


GGR Marianne Dorfstätter


Bei der vergangenen Sperrmüllabfuhr mussten wir feststellen, dass sehr viele Sachen rausgestellt, wurden die nicht in die „KategorieSperrmüll“ gehören.

Kleinteile: wie Kleidung, Zeitungen, Kartons, Blumentöpfe usw. gehören in die Altkleidersammlung, beziehungsweise in die Papier- oder Grüne Tonne und werden nicht mehr mitgenommen.

Auch Hausräumungen oder über Haushaltsmengen hinausgehend, werden nur mehr nach Bezahlung von ca. € 100,- mitgenommen.
Unauthorisierte Sperrmüllsammler (ev. aus Ungarn) werden angezeigt!

Wir bitten die Bevölkerung, bei der nächsten Sperrmüllabfuhr dies zu beachten, da wir die Kosten alle tragen müssen!

Entsorgung

DIE BIOTONNE = KOMPOSTIERBARE ABFÄLLE

Die Einführung der Biotonne ist gesetzlich vorgeschrieben und von den Gemeinden bis Jahresende umzusetzen. Die Sammelbehälter sollen bis 15. Dezember flächendeckend zugestellt sein und eine erste Abfuhr Anfang Jänner 2011 möglich sein.
Der gesetzliche Abfuhrrhythmus von 14 Tagen ist einzuhalten.
Die Biotonnen müssen nach jeder Entleerung gereinigt werden. Ob das von der Müllentsorgungsfirma oder von den Gemeindebürgern geschieht, ist eine Kostenfrage und muss noch geklärt werden.
Für Haushalte wird es Tonnen mit 120 Liter geben, und für erhöhtes Biomüllaufkommen 240 Liter.

In die Biotonne gehört:

Aus Küche und Haushalt:
o Speisereste, Knochen, Gräten
o Obst- und Gemüseabfälle
o Schalen von Bananen und Zitrusfrüchten
o ungenießbare bzw. abgelaufene Lebensmittel (ohne Verpackung)
o verschmutztes Papier (Küchenrolle, Servietten, etc.)
o Kaffee- und Teesud samt Filter und Papierbeutel
o Eierschalen, Federn, Haare
o Kleintiermist von Pflanzenfressern
o Holzasche
Aus Garten und Grünflächen:
o Grasschnitt
o Baum- und Strauchschnitt
o Laub, Pflanzen, Pflanzenreste
o Gestecke
o Fallobst
o Hundekot (ohne Sackerl)


In weiterer Folge wird sich die Anzahl der braunen Säcke (Restmüll) verringern. Diese Abfuhren wird es ab Jänner 2011 alle 3 Monate geben (also 4mal im Jahr). Für Familien mit zusätzlichen Restmüllsäcken besteht die Möglichkeit, diese in den Monaten April bis Oktober mit den Grünschnittterminen am Bauhof abzugeben. Ab November bis März werden unsere Gemeindearbeiter zweimal zwischen den Abfuhrterminen die anfallenden Restmüllsäcke, nach telefonischer Anmeldung am Gemeindeamt, abholen. Die Termine hierfür werden im Gemeindekalender bekannt gegeben.

In den Restmüllsack gehört:
o Kehricht
o Staubsaugerbeutel
o Katzenstreu, wenn nicht kompostierbar
o Wegwerfwindeln
o Hygieneartikel
o Asche aus Hausbrand
o Hundekot (mit Sackerl)

Bei der grünen Tonne wird sich nichts ändern. 14 Abfuhren im Jahr, mit gelbem Punkt 7 Abfuhren (Termine sind im Gemeindekalender nachzulesen!)

Möglichkeit der Eigenkompostierung

Man kann sich von der Biotonne abmelden, wenn man die Möglichkeit hat, auf Eigengrund zu kompostieren. Der Komposthaufen, die Kompostrotte oder der Komposter müssen ordentlich und sachgerecht betreut werden. Es darf zu keiner Geruchsbelästigung kommen, Ratten oder anderes tierisches Interesse angelockt werden, welcher zum Nachteil der Nachbarn oder Umwelt ist.
Das wird vom Abfallwirtschaftsverband und auch von der Gemeindevertretung kontrolliert. Es werden in Zukunft keine „wilden Kompostplätze“ geduldet, eine Zuwiderhandlung hat rechtliche Schritte zu Folge.

Die Kosten: Fest steht, dass durch die zusätzliche dritte Tonne eine Erhöhung der bisherigen Gebühren entstehen wird.
Um die Kosten so gering als möglich zu halten, bitten wir den Müll sorgfältig zu trennen, und die Tonnen mit geschlossenem Deckel zur Abholung bereit zu stellen. Bei Mehraufkommen von Müll, kann man sich bei der Gemeinde Müllsäcke jeder Art besorgen.
Die Gemeinde ist bemüht, die Kosten so niedrig als möglich zu halten, es wurde daher eine Müllausschreibung gemacht, um einen Kostenvergleich zu haben.

Sammelsystem für Altspeiseöle und –fette
Gebrauchte Speisefette und –öle dürfen nicht in den Hausmüll oder über die Kanalisation entsorgt werden! Nicht ordnungsgemäß gesammeltes Altspeisefett hat negative Auswirkungen auf die Kläranlagen, die führt zu Ablagerungen und Funktionsstörungen in Abflussrohren und im Kanalnetz. Jeder Liter Speiseöl in den Ausguss oder in das WC geleert, verursacht Folgekosten von 50 bis 70 Cent.

Es gibt daher auf unserer Gemeinde den praktischen NÖLI – Kübel!

Der Kübel fasst 3 Liter, er kann am Gemeindeamt von Ihnen abgeholt werden, gebrauchte Speisefette und –öle werden darin gesammelt, und am Bauhof zu den Entsorgungsterminen für Grünschnitt, usw. zurückgebracht und ein gereinigter Kübel wird mitgenommen.
Die Entsorgung ist für die Gemeindebürger kostenlos.

Das kommt in den Altölkübel:
o Altspeisefette und –öle
o Frittier- und Bratenfett
o Ölreste aus Dosen (Thunfisch etc.)
o Butter und Schweineschmalz
o Verdorbene und abgelaufene Speisefette und –öle

Das darf nicht in den Altölkübel:
o Öle aus der Werkstatt (Motoröl, Schmierfett)
o Essensreste, Marinaden, Mayonnaise
o Salatsaucen
o Diverse Chemikalien

GFGR Marianne Dorfstätter

 

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